Meine Zeit bei den Bayernliga-Frauen der HT München war geprägt von einem: dem unbedingten Willen, als Team zu bestehen — oft gegen vermeintlich stärkere Gegner.
Als ich die Mannschaft übernahm, war die Ausgangslage alles andere als komfortabel: Das Team stand auf einem Abstiegsplatz, und ich wusste nicht, ob ich die nächste Saison eine Landesliga- oder Bayernliga-Mannschaft trainieren würde. Dass wir am Ende im Spitzenfeld der Bayernliga landeten, macht diesen Erfolg rückblickend noch besonderer.
Diese Mannschaft hatte ein besonderes Talent für Überraschungen. Ob der bemerkenswerte 39:22-Derbyerfolg beim TSV Ismaning oder der kaum erwartete 36:31-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Forst United — immer dann, wenn alle uns abgeschrieben hatten, zeigten die Frauen ihr wahres Gesicht.
Was diese Truppe ausgezeichnet hat, war die geschlossene Mannschaftsleistung. Es war oft schwer, einzelne herauszuheben — weil alle ihren Teil zum Erfolg beigetragen haben. Genau das ist für mich die Essenz von Handball: 14 Spielerinnen, ein Wille.
„Wir waren bis in die Haarspitzen motiviert. Wir wollten den Zuschauern und uns selbst beweisen, dass wir es können.“
Besonders in Erinnerung bleibt die Aufstiegsrunde: Als Schlusslicht ins Rennen gegangen, bewies das Team mit einem 31:28 gegen den Spitzenreiter, dass es völlig zu Recht in diesen Play-offs stand. Eine Willensleistung, auf die ich bis heute stolz bin.
Pressestimmen
Auch die lokale Presse hat die Erfolge dieser Mannschaft begleitet:
„Der nächste Überraschungscoup“
HT-Frauen gewinnen auch gegen Forst United 36:31
Der Bericht hob die „komplett homogene Mannschaftsleistung“ hervor — ein kaum erwarteter Heimsieg gegen den Tabellenzweiten.
„HT-Damen beweisen Willenskraft“
Fehrenbach-Team begeistert bei 31:28-Sieg in der Aufstiegsrunde
Als Schlusslicht ins Spiel gegen den Spitzenreiter gegangen — und mit einer „bemerkenswerten Willensleistung“ gewonnen.